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02.12.2009

Goldelsencup 2009 - Eine Erfolgsgeschichte


Drei Tage Berlin - uns wir sind glücklich. Unsere erste große Turnierteilnahme (von Leipzig mal abgesehen) als C-Mannschaft hat uns Mut gemacht und gezeigt, was möglich ist. Immerhin Platz fünf von zehn Mannschaften.
Die Zielstellung vom Anmeldeabend ("Wir landen im mittelfeld!") hat sich damit ebenso erfüllt wie Marcs Worte vom Mittwoch: "Ihr habt das Potential, in der vorderen Hälfte zu landen." Kein Wunder, dass Ralle hinterher meinte: "Vielleicht hätte ich doch sagen sollen, wir werden Dritter?"

Alvaro, Arne, Frank, Hanjo, Lars, Marcus und Ralle (in alphabetischer Reihenfolge *g) mischten im Riesenturnier mit fast 60 Mannschaften mit und bekamen einiges zu sehen. Immerhin spielten Männer und Frauen von Level C bis hoch zu A. Dass wir gleich zu Beginn gegen die uns bekannten Desperate Houseboys aus Hamburg antreten mussten, empfanden nicht alle als gutes Omen. Den ersten Satz haben wir denn auch mit vier Punkten unterschied verloren - was ja fast schon Tradition für Saaleperlen-Mannschaften ist. Entmutigt aber hat uns das keineswegs, denn wir spürten, dass da mehr geht. Und so gewannen wir den zweiten Satz mit vier Punkten Vorsprung.

Das erste Opfer auf unserer Seite gab es allerdings noch vor Spielbeginn zu beklagen. Arne bekam beim Einspielen einer anderen Mannschaft einen Fehlball von hinten ab. Diser traf seine Brille so unglücklich, dass der linke Bügel abbrach. Da Arne jedoch seine Kontaktlinsen vergessen hatte und der einzige Optiker in der Nähe der Schmehling-Halle erst um zehn Uhr öffnete, sah Arne von unserem Auftaktspiel selbst als Zuschauer nicht viel, denn er holte stattdessen neue Linsen.

Spiel zwei gegen die Wiener Aufschläger vom Roten Stern wurde dann ein glatter Zweisatzsieg. Nach langer Pause folgten dann gleich zwei Spiele hintereinander. Leider zuerst gegen die stärkere Warschauer Mannschaft Volup, gegen die wir nicht richtig in Tritt kamen. Zwei-Satz-Verlust. Dafür lief es gegen Smash aus Amsterdamm um so besser. Letztlich wurden wir in unserer Fünfergruppe Dritter, nur knapp hinter den Hamburgern.

Im Spiel um Platz fünf waren schließlich die Smashed Tometoes aus Frankfurt unsere Gegner. Zuvor hatten im B+ Lever die halleschen Tutti Fruttis (mit etlichen ex-perlen) in einem Spiel den ersten Satz nach langem Hintenliegen noch zum Unentschieden gebracht und den zweiten klar gewonnen. "Das können wir genauso", meinte Frank. Und plötzlich hatten wir außer ralle nen zweiten Hobby-Propheten in der Mannschaft. Denn im ersten Satz lagen wir lange hinten, um doch noch den Ausgleich zu schaffen. Und im zweiten Satz lagen wir immer vorn. Das gelang aber nur, weil sich alle unglaublich im Turnierverlauf steigerten, das Zusammenspiel einfach stimmte und jeder den anderen mitriss, kein ball verloren gegeben wurde und jeder das Letzte und Beste aus sich rausholte. Nun wissen wir, was möglich ist. Wenn das keine Motivation für die Mannschaft ist.

Und natürlich ist es schön, wenn man von B-Leuten wie dem Leipziger Marcus (die Löwen haben uns mehrfach klasse angefeuert - und wir umgekehrt sie) oder tutti-frutti-alex hinterher Lob bekommt.

So hatten wir allen Grund, ausgelassen zu feiern. Die Party Samstagabend im Glashaus war recht nett, aber nicht wirklich überragend, der Brunch am nächsten Morgen eher ein Frühstück. Aber egal. Wir kommen bestimmt wieder.