Dessau

Der Andrang war riesig und die Parkplätze rund um die Anhalt-Arena reichten nicht aus an diesem Donnerstagabend in Dessau. Autos und Menschen aus der ganzen mitteldeutschen Region, ja sogar aus Berlin strömten zu diesem außergewöhnlichen Sportereignis, dem Badminton-Länderwettkampf zwischen China und Deutschland. Ein Blick auf die Länderwertung zeigt: diese Paarung ist ein Kampf wie zwischen David und Goliath (was sich in diesem Fall nicht nur auf Landesgröße und Bevölkerung bezieht). China führt unangefochten das Badmintonländerranking und weiter unter auf Platz zehn finden wir dann auch Deutschland. Die Chinesen zu sehen dürften dann wohl auch der Hauptgrund des Ansturms gewesen sein, der die Arena nahezu vollständig füllte und mit 3025 Menschen für einen neuen Besucherrekord zu einer Badmintonveranstaltung in Deutschland sorgte - unter ihnen die Badmintonperlen Heiko, Uwe, Thomas Be und Thomas Bu, Matti, Lars sowie Trainer Henning mit Freundin.

Der Auftakt der Abendveranstaltung geriet zwar etwas langatmig und provinziell, jedoch spätestens beim Abspielen der Länderhymnen kam ein Gefühl internationaler Bedeutung auf. Gespielt wurde dann im Damen- und Herreneinzel, Mixed und den jeweiligen Doppelpaarungen. Die rasanten Schlagabtausche wurden von Anfang an von einem begeisterten Publikum mit vielen Ohs und Uhs, Szenenapplaus und Zwischenrufen begleitet. Naturgemäß lagen die Sympathien der meisten Zuschauer eher auf deutscher Seite. Hin und wieder durchbrachen gut organisierte Zwischenrufe der wenigen chinesischen Schlachtenbummler die etwas ruhigeren Phasen. Aufmunterung konnten die Sportler auch gebrauchen – insbesondere die deutschen. Denn bis auf die Weltranglisten-Siebte Juliane Schenk, die den deutschen Ehrenpunkt sicherte,  konnte den Chinesen keiner unserer Frauen und Männer wirklich Paroli bieten. Trotz des letztlich verdienten Mannschaftssieges für Fernost gaben alle SportlerInnen ausnahmslos redlich und fair ihr Bestes für das Spiel, was ihnen das Publikum am Ende des langen Sportabends mit stehenden Ovationen dankte.

Auch wir Badmintonperlen konnten neben der Begeisterung viele positive Eindrücke und Inspirationen mitnehmen. Angefangen von den goldenen Glitzerschuhen eines Michi Fuchs bis zur Schmettertechnik eines Wang Zhengming (Heikos eindeutiger Auftrag an Trainer Henning: „Das möchte ich auch können!“). Inwieweit sich diese Lehrstunden für die Perlen tatsächlich in klingender Medaillenmünze auszahlen, werden die nächsten Turniere dann zeigen. Wir informieren in jeden Fall auf diesen Seiten!

Lars

Bericht und Bilder der Mitteldeutschen Zeitung zum Thema

Weltrangliste Badminton

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des Deutschen Badminton-Verbandes zum Thema